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Die Kiefergelenksbehandlung (CMD = Craniomandibuläre Dysfunktion) behandelt Funktionsstörungen im Kiefergelenk und der umliegenden Muskulatur. Typische Beschwerden sind Kieferknacken, Schmerzen im Gesicht, Kopfschmerzen oder Zähneknirschen.

In unserer Praxis für Physiotherapie in Bonn-Duisdorf behandeln wir CMD mit manueller Therapie, Muskeltechniken und gezielter Entlastung der Kiefer- und Nackenmuskulatur.


Craniomandibuläre Dysfunktion, CMD

Kraniomandibuläre Dysfunktion ist ein Überbegriff für strukturelle, funktionelle, biochemische und psychische Fehlregulationen der Muskel- oder Gelenkfunktion der Kiefergelenke. Diese Fehlregulationen können schmerzhaft sein, müssen es aber nicht. "CMD" lässt sich nicht unbedingt durch Schmerzen erkennen, es kann sich auch durch Schwindelgefühle, Kopfschmerzen, Lichtempfindlichkeit, Panikattacken (Herzrasen) und Stress im Alltag bemerkbar machen. Die Kraniomandibuläre Dysfunktion wird deshalb in manchen Fällen durchaus auch als Ursache und Folge von Stress betrachtet.

 Funktionsdiagnostik und Therapie

Die Deutsche Gesellschaft für Funktionsdiagnostik und Therapie definiert CMD als Sammelbegriff für eine Reihe klinischer Symptome der Kaumuskulatur und/oder des Kiefergelenks sowie der dazugehörenden Strukturen im Mund- und Kopfbereich. Entsprechend hat die Bezeichnung mehr den Charakter eines Befundes und sollte in die Diagnosen Okklusopathie, Myopathie und Arthropathie spezifiziert werden. Im engeren Sinne handelt es sich dabei um Schmerzen der Kaumuskulatur („myofaszialer Schmerz“), Verlagerungen der Knorpelscheibe im Kiefergelenk („Diskusverlagerung“) und entzündliche oder degenerative Veränderungen des Kiefergelenks („Arthralgie, Arthritis und Arthrose“).

Was ist CMD?

CMD beschreibt eine Fehlfunktion im Zusammenspiel von Kiefergelenk, Kaumuskulatur und Zähnen.

Dabei kann es zu:

  • muskulären Verspannungen
  • Fehlbelastungen im Kiefergelenk
  • Schmerzen im Kopf-, Nacken- oder Schulterbereich kommen

Typische Symptome einer CMD

Eine CMD kann sich sehr unterschiedlich äußern. Häufige Symptome sind:

  • Kieferknacken oder -reiben
  • Schmerzen im Kiefergelenk
  • Spannungskopfschmerzen
  • Nackenschmerzen
  • Gesichtsschmerzen
  • Zähneknirschen (Bruxismus)
  • eingeschränkte Mundöffnung
  • Ohrdruck oder Tinnitus-ähnliche Beschwerden

Ursachen einer CMD

Die häufigsten Ursachen sind:

  • Stress und Zähneknirschen
  • Fehlbiss oder Zahnfehlstellungen
  • muskuläre Dysbalancen im Kiefer- und Nackenbereich
  • schlechte Haltung (z. B. Bildschirmarbeit)
  • alte Verletzungen im Kiefer- oder Halsbereich

Behandlung der CMD in unserer Praxis

Die physiotherapeutische Behandlung richtet sich nach den individuellen Beschwerden.

Typische Maßnahmen sind:

  • manuelle Therapie am Kiefergelenk
  • Behandlung der Kaumuskulatur
  • Behandlung von Nacken- und Halsmuskulatur
  • Mobilisation der Halswirbelsäule
  • Entspannungstechniken für muskuläre Spannung
  • Anleitung zu Eigenübungen

Ziel ist es, die Funktion des Kiefergelenks zu verbessern und Schmerzen langfristig zu reduzieren.

Ablauf der Behandlung

  1. Erstbefund und Funktionsanalyse
  2. Untersuchung von Kiefer, Nacken und Haltung
  3. Individuelle Therapieplanung
  4. Manuelle Behandlung
  5. Übungen für zuhause

Wie schnell hilft CMD-Therapie?

Viele Patient:innen berichten über erste Verbesserungen nach wenigen Behandlungen.
Bei chronischen Beschwerden ist eine längere Therapie sinnvoll.

CMD ist nicht gefährlich, kann aber unbehandelt zu chronischen Schmerzen führen.

Leichte Beschwerden können sich verbessern, oft ist jedoch Therapie notwendig.

Ja, besonders durch Entspannung der Kaumuskulatur und Stressreduktion.

Nein, auch Nacken, Kopf- und Schultermuskulatur sind meist beteiligt.